Über der Stadt liegt der Sommer. Mit allem, was dazugehört: lange Tage, Ferien oder Urlaub und jede Menge Sonne. Die andauernde Hitze ist bei vielen ein Thema, doch kaum jemand denkt daran, dass die Energie der Sonne auch sinnvoll genutzt werden kann: durch Solarthermie und Photovoltaik.

Darunter versteht man die Umwandlung von Sonnenergie in – für den Alltag nutzbare – thermische Energie bzw. Strom. Erneuerbar, nachhaltig, emissionsfrei. Saubere Energie also. Denn die Sonne strahlt ohnehin täglich auf die Erde, die Energie muss lediglich „eingefangen“ werden. Und da kommen Solarthermiekollektoren oder kurz Sonnenkollektoren ins Spiel, die überall dort angebracht werden können, wo viel Sonne einstrahlt. Wie beispielsweise auf Dächern. In Wien wären 55% aller Dachflächen für Solarthermie geeignet. Das entspricht einer Fläche von 29 km2 –  ein enormes Potenzial, das momentan noch nicht annähernd ausgeschöpft wird, so Eva Dvorak in Energie voraus! – Energiebericht der Stadt Wien.

Die Stadt Wien setzt in Punkto Solarenergie-Anlagen einen Schritt in die richtige Richtung. Der Trend zeigt, dass sich über alle Bezirke der Landeshauptstadt verteilt die Anzahl geförderter Sonnenkollektoren von 2005 bis 2013 vervierfacht hat. Allen voran ist Wien Donaustadt mit einer Nutzung von knapp 7000 m2 für Solarthermie.

Von der Sonne sollten wir eines lernen: Wenn sie kommt, dann strahlt sie.“ (Verfasser unbekannt) – Und wenn wir geschickt sind, spendet sie uns dabei auch noch wertvolle Energie.

 

22 Kilogramm Elektromüll produziert jede Österreicherin und jeder Österreicher pro Jahr. Im internationalen Pro-Kopf-Vergleich liegen wir damit auf den vordersten Plätzen, gleichauf mit den USA. Die Tendenz steigt, weil die Lebensdauer unserer Geräte immer kürzer wird: Entweder weil weniger repariert wird bzw. repariert werden kann oder weil man dem psychologischen Drang nachgibt, alle paar Jahre ein neues Gerät kaufen zu müssen.

Elektroschrott
Der Elektroschrott besteht vor allem aus großen Haushaltsgeräten wie Kühlschränken und Waschmaschinen, aber auch aus entsorgten Handys, Druckern und Laptops. Mit einer Sammelquote von mehr als 50 Prozent an Elektroaltgeräten, die in den vergangenen drei Jahren in Umlauf waren, erfüllt Österreich zwar die EU-Richtlinie. Dennoch landen zahllose Geräte ohne Wiederverwertung im Restmüll. Vor allem die Städte haben hier Nachholbedarf, weil sie den Recyclingquoten der ländlichen Regionen hinterher hinken. Neben vielen wertvollen Rohstoffen wie Kupfer, Platin oder Gold stecken auch giftige Stoffe wie Quecksilber, Kadmium oder Chrom. Daher ist es aus vielerlei Hinsicht wichtig, auf eine fachgerechte Entsorgung zu achten.

 

Was kann jede(r) Einzelne tun?

 

Viel Freude beim Reparieren und gutes Gelingen!

Quellen:
http://orf.at/stories/2274158/2274159/
https://derstandard.at/2000071198149/Elektroschrott-Gold-und-Silber-landen-auf-dem-Muell
https://www.global2000.at/elektroschrott
Foto: © APA/dpa/Julian Stratenschulte

66,4% des weltweit produzierten Stroms stammte 2015 aus fossilen Energieträgern. Das bedeutet, dass knapp zwei Drittel des gesamten Stroms auf der Erde auf Kohle, Erdöl und Erdgas beruhen.

Dahinter folgen erneuerbare Energien mit 22,8% und Atomenergie mit immerhin noch 10,8%. Von den insgesamt 22,8% erneuerbaren Energien beruhen 16,6% auf Wasserkraft und rund 3% auf Windenergie.

Stromproduktion weltweit | tschürtz services e.U.Quelle: Schiffer Hans-Wilhelm, 2015. Bedeutung der Wasserkraft für die weltweite Stromerzeugung http://www.et-energie-online.de/AktuellesHeft/Topthema/tabid/70/NewsId/1518/Bedeutung-der-Wasserkraft-fur-die-weltweite-Stromerzeugung.aspx

Wusstest du, dass die Wienerinnen und Wiener im Jahr 2011 53% ihres Endenergieverbrauchs für die Wärmenutzung verwendeten? Also mehr als die Hälfte der benötigten Energie nur fürs Wärmen!

Der sogenannte Wärmeverbrauch setzt sich hierbei zusammen aus der Raumheizung, Warmwasser, sowie der Energie, die zum Kochen benötigt wird. Dies entspricht in Summe 20.166 GWh. Davon entfallen 42% auf Gas, 33% auf Fernwärme, 15% auf Elektrische Energie und nur 4% auf Erneuerbare Energieträger, wie Solarenergie, Biomasse oder Wasserkraft.

75% ihres Wärmeverbrauchs verwenden die WienerInnen hierbei für das Heizen. Nur 25% entfallen demnach auf Warmwasser und der Energie, die zum Kochen benötigt wird. Daraus ergibt sich ein großes Potential, Energie und damit bares Geld einzusparen. Gut für die Umwelt, gut fürs Geldbörserl.

Quelle: Haas, Reinhard Univ. Prof. Dr. et al (2013): Daten 2011 für die Stadt Wien. Wien: Magistratsabteilung 20 Energieplanung