22 Kilogramm Elektroschrott

22 Kilogramm Elektromüll produziert jede Österreicherin und jeder Österreicher pro Jahr. Im internationalen Pro-Kopf-Vergleich liegen wir damit auf den vordersten Plätzen, gleichauf mit den USA. Die Tendenz steigt, weil die Lebensdauer unserer Geräte immer kürzer wird: Entweder weil weniger repariert wird bzw. repariert werden kann oder weil man dem psychologischen Drang nachgibt, alle paar Jahre ein neues Gerät kaufen zu müssen.

Elektroschrott
Der Elektroschrott besteht vor allem aus großen Haushaltsgeräten wie Kühlschränken und Waschmaschinen, aber auch aus entsorgten Handys, Druckern und Laptops. Mit einer Sammelquote von mehr als 50 Prozent an Elektroaltgeräten, die in den vergangenen drei Jahren in Umlauf waren, erfüllt Österreich zwar die EU-Richtlinie. Dennoch landen zahllose Geräte ohne Wiederverwertung im Restmüll. Vor allem die Städte haben hier Nachholbedarf, weil sie den Recyclingquoten der ländlichen Regionen hinterher hinken. Neben vielen wertvollen Rohstoffen wie Kupfer, Platin oder Gold stecken auch giftige Stoffe wie Quecksilber, Kadmium oder Chrom. Daher ist es aus vielerlei Hinsicht wichtig, auf eine fachgerechte Entsorgung zu achten.

 

Was kann jede(r) Einzelne tun?

  • Geräte so lange wie möglich benützen und bei Defekt reparieren (lassen)
  • Nicht mehr reparierbare Geräte in entsprechenden Sammelstellen entsorgen
  • Gebrauchte statt neue Geräte kaufen

 

Viel Freude beim Reparieren und gutes Gelingen!

Quellen:
http://orf.at/stories/2274158/2274159/
https://derstandard.at/2000071198149/Elektroschrott-Gold-und-Silber-landen-auf-dem-Muell
https://www.global2000.at/elektroschrott
Foto: © APA/dpa/Julian Stratenschulte