22 Kilogramm Elektromüll produziert jede Österreicherin und jeder Österreicher pro Jahr. Im internationalen Pro-Kopf-Vergleich liegen wir damit auf den vordersten Plätzen, gleichauf mit den USA. Die Tendenz steigt, weil die Lebensdauer unserer Geräte immer kürzer wird: Entweder weil weniger repariert wird bzw. repariert werden kann oder weil man dem psychologischen Drang nachgibt, alle paar Jahre ein neues Gerät kaufen zu müssen.

Elektroschrott
Der Elektroschrott besteht vor allem aus großen Haushaltsgeräten wie Kühlschränken und Waschmaschinen, aber auch aus entsorgten Handys, Druckern und Laptops. Mit einer Sammelquote von mehr als 50 Prozent an Elektroaltgeräten, die in den vergangenen drei Jahren in Umlauf waren, erfüllt Österreich zwar die EU-Richtlinie. Dennoch landen zahllose Geräte ohne Wiederverwertung im Restmüll. Vor allem die Städte haben hier Nachholbedarf, weil sie den Recyclingquoten der ländlichen Regionen hinterher hinken. Neben vielen wertvollen Rohstoffen wie Kupfer, Platin oder Gold stecken auch giftige Stoffe wie Quecksilber, Kadmium oder Chrom. Daher ist es aus vielerlei Hinsicht wichtig, auf eine fachgerechte Entsorgung zu achten.

 

Was kann jede(r) Einzelne tun?

 

Viel Freude beim Reparieren und gutes Gelingen!

Quellen:
http://orf.at/stories/2274158/2274159/
https://derstandard.at/2000071198149/Elektroschrott-Gold-und-Silber-landen-auf-dem-Muell
https://www.global2000.at/elektroschrott
Foto: © APA/dpa/Julian Stratenschulte

Auch wenn es sich anfühlt, als ob es gestern gewesen wäre: Vor fast fünf Jahren rief ich ein Projekt ins Leben, das ich auch heute noch als mein Herzensprojekt bezeichnen würde. Dass ich mich neben meiner Selbstständigkeit auch ehrenamtlich engagiere, wissen viele. Was genau wir in dieser Zeit gemacht haben, könnt ihr hier nachlesen.

 

DIE ENTWICKLUNG

Vor 4 ½ Jahren fand das erste energie & reparatur café statt. Damals waren wir im Florianihof und wussten noch nicht so ganz, wohin uns die Reise führen würde. Am Anfang organisierten wir vor allem Veranstaltungen, bei denen Diskussionsrunden, Beratungen und Vorträge im Vordergrund standen. Nebenbei wurde auch immer wieder repariert.

 

Ich wurde oft gefragt, was mich dazu bewegte, das energie & reparatur café ins Leben zu rufen. Meine Antwort war meistens “Ich wollte einfach mehr Bewusstsein schaffen für die Reparatur und gegen das verfrühte Wegwerfen von Dingen. In meiner Selbstständigkeit erreiche ich meist nur Einzelpersonen mit diesem Thema. Das energie & reparatur café gründete ich, weil ich möglichst viele Menschen erreichen wollte. Außerdem wollte ich Veranstaltungen schaffen, die umweltbewusste Handlungsalternativen erlebbar und damit für die Menschen umsetzbar machen. So ist die Idee vom gemeinsamen Reparieren entstanden.”

 

2014 machten wir dann einen weiteren Schritt und veranstalteten unseren ersten Reparaturtermin – der werkstatt(t)raum war geboren. Die Veranstaltung war so erfolgreich, dass wir uns dazu entschieden, von nun an monatlich zwei Termine anzubieten:

  • den werkstatt(t)raum zum Reparieren und selbst Anpacken und
  • den beratungsraum zum Diskutieren und sich Weiterbilden.

 

DAS WANDERCAFÉ

Das energie & reparatur café war aber schon immer ein wenig anders als typische Reparaturcafés. Es ist ein mobiles, wanderndes und wandelbares Reparaturcafé. Dadurch waren wir in vielen tollen Cafés, Werkstätten oder Gemeinschaftsräumen zu Gast. Darunter:

Sagt der igl zum hasn, Nachbarschaftszentrum 8, Deli bluem, Stadtwerkstatt, Farbenfreude – die Keramikmalerei, Café Cambio und unik.at.

 

Wir sind aber nicht nur von einem Veranstaltungsort zum nächsten gewandert, sondern auch von Veranstaltung zu Veranstaltung. So blicken wir auf zahlreiche Veranstaltungen zurück, an denen wir teilgenommen haben und bei denen wir viel Spaß hatten. Besondere Highlights waren für uns die Alternatiba, das Josefstädter Straßenfest, das Südwind Straßenfest, die Maker Faire Vienna, die Vienna Open, und jedes Jahr wieder die Aktionstage Nachhaltigkeit.

 

UNSER HIGHLIGHT – AKTIONSTAGE NACHHALTIGKEIT

Besonders wichtig waren uns immer die Aktionstage Nachhaltigkeit, welche ein Mal im Jahr europaweit stattfinden. 2015 veranstalteten wir das erste Josefstädter Nachhaltigkeitsfest im Hamerlingpark. Ein absolutes Highlight für uns! 2016 wurden wir mit unseren Aktionstagen Josefstadt sogar zu einem der vier Highlights der Aktionstage Nachhaltigkeit gewählt. Eine tolle Bestätigung und ein weiterer Höhepunkt für uns. Auch 2017 kamen wir unter die Top zwanzig.

Aktionstage Josefstadt 2
Buntes Treiben beim Josefstädter Nachhaltigkeitsfest
Aktionstage Josefstadt
Kommet kommet, wir reparieren!
Highlight Aktionstage
Bei der Verleihung der Aktionstage Nachhaltigkeit

Würden wir hier alles niederschreiben, was uns in den fast fünf Jahren passiert ist, könnten wir wahrscheinlich einen ganzen Roman füllen. Für uns steht fest, wir haben viel Zeit, Sorgfalt und Hingabe in dieses Projekt hineingesteckt und sind dankbar für all die tollen Erlebnisse und all die schönen Momente, die wir in dieser Zeit erleben durften.

 

WIR SIND DANKBAR

Wenn wir von “wir” reden, meinen wir damit ein sich wandelndes Team aus Menschen, die sich ehrenamtlich für Ressourcenschonung, Klima- und  Umweltschutz einsetzen. Darum möchten wir auf diesem Weg allen ReparateurInnen und kreativen Köpfen danken, die immer wieder zu den Terminen gekommen sind und mitgeholfen haben, das energie & reparatur café zu etwas wirklich großartigem zu machen. Danke dafür!

 

Jede und jeder von euch hat mit seinem oder ihrem Einsatz das energie & reparatur café erst ermöglicht. Wir möchten uns im Speziellen bei folgenden Personen bedanken: Herbert Bisovsky, Johannes Horvath, Christa Hanel, Thomas Farkas, Johannes Hudec, Olivia Padalewski, Marianne Mann, Roland Romano, Caroline Wandel, Karin Thaler, Christian Haun, Christa Muhr, Roland Tappeiner, Leopold Pfeffer, Stefan Kaltenbacher, Florian Sturm und Stefan Stockinger.

 

Ganz herzlich bedanken möchten wir uns auch bei Kitty Vadacz. Die Schmuckdesignerin und Künstlerin vom Wiener Atelier ist uns bei vielen Veranstaltungen mit der Reparatur von Schmuck zur Seite gestanden und hat jedes noch so kaputte Schmuckstück, ganz gleich ob Ohrring, Kettchen oder Anhänger wieder hinbekommen.

 

Unser herzlicher Dank gilt ebenfalls Verena Kauer und dem Wiener Hilfswerk für die tolle Location und die herzliche Gastfreundschaft im letzten Jahr. Vielen Dank!

 

DAS „WIR“

Wie ihr schon wisst, wäre dieses Projekt ohne ein tolles Team aus engagierten Menschen nicht möglich gewesen. Diese Gelegenheit wollen wir nutzen um euch unser Kernteam vorzustellen.

Heinz

Heinz Tschürtz: Gründer und Organisator des energie & reparatur cafés. Er ist das Herzstück dieses Projekts und hat es mit seinem ehrenamtlichen Engagement erst möglich gemacht.

Johannes

Johannes Horvath: Er ist ein wahrer Reparaturkönig. Schon von klein auf hat er Dinge repariert und sich für alles interessiert, was mit der Reparatur von Elektrogeräten zusammenhängt.

Herbert

Herbert Bisovsky: Arbeiten mit Holz, Metall und Glas sind sein Steckenpferd. Wir sind immer wieder begeistert von seinen kreativen Lösungen und Denkansätzen.

Christa

Christa Hanel: Sie ist professionelle Kunststopferin und ein wahres Naturtalent, wenn es darum geht, jemanden in ihre Kunst einzuweihen. Bei ihr kannst du lernen, noch das hartnäckigste Loch in der Kleidung ungeschehen zu machen.

Thomas

Thomas Farkas: Sieht er ein kaputtes Gerät, kann er einfach nicht anders. Er ist ein Forscher des Fehlers und hat schon so manchen verzwickten Fall gelöst, wenn es um die Reparatur von Elektrogeräten geht.

Dana

Dana Schwarzmann: Sie kümmert sich um die Organisation und alles was mit social media und dem öffentlichen Auftritt des energie & reparatur cafés zusammenhängt.

WAS HABEN WIR ERREICHT?

Weil wir selbst neugierig waren, wie viele Veranstaltung wir all die Jahre hatten, wie viele Menschen diese Veranstaltungen besucht haben und wie viele Dinge wir reparieren konnten haben wir all unsere Veranstaltungen Revue passieren lassen und unsere Ergebnisse hier für euch zusammengefasst. Staunt selbst 😉

4,5 Jahre energie & reparatur café

Wahnsinn, oder? Dass wir so viele TeilnehmerInnen hatten und so viele Dinge repariert haben, hätten wir nie gedacht. Besonders die Erfolgsquote von 55% freut uns riesig, da wir dies ganz ohne Ersatzteile geschafft haben.

 

Und weil wir in dieser Zeit viel gelernt haben, wollen wir euch ein paar unserer “Weisheiten” mit auf den Weg geben:

  • Versucht die Dinge zu reparieren – Es lohnt sich!
  • Besucht Reparaturcafés – Auch wenn es nicht unseres ist 😉
  • Zeigt Initiative – Denn auch eine kleine Initiative kann viel bewirken
  • Redet darüber – Denn nur so kommt der Wandel überall in der Gesellschaft an
  • Helft euch gegenseitig – Denn manchmal braucht es nur ein wenig Unterstützung
  • Traut euch! – Denn dann könnt ihr wirklich etwas bewegen

 

WIE GEHT´S WEITER?

Nachdem jeder und jede im Team viel persönliche Ressourcen und Engagement in dieses Projekt eingebracht hat ist jetzt der Moment sich Zeit für sich zu nehmen und Raum zu lassen, damit sich etwas Neues entwickeln kann.

 

Das bedeutet auch, dass es im neuen Jahr keine weiteren Veranstaltungen von uns geben wird. Daher verabschieden wir uns hiermit ganz herzlich bei euch und bedanken uns für die wunderbare Zeit!

 

Wir freuen uns auf die neuen Herausforderungen, die ganz gewiss auf uns zukommen werden und wünschen euch viel Energie und Freude für eure nächsten Projekte.

 

Es grüßen euch herzlich

Heinz und Dana im Namen des gesamten energie & reparatur café-Teams

Dieses Jahr ist für mich ein besonderes Jubiläum: 20 Jahre Selbstständigkeit!

Veränderung, Herausforderung, Verantwortung übernehmen, Ideen entwickeln und diese umsetzen! Diese Wünsche und Ziele schwebten schon lange in meinem Kopf, bevor ich den Schritt wagte mich selbstständig zu machen. Ich wusste nur nicht genau mit was und mir fehlte die zündete Idee. Ich wusste nur, ich will Freiheit, mehr Spielraum und mein Leben nach meinen Vorstellungen gestalten können. Der Schritt in die Selbstständigkeit war für mich ein sehr großer. Von einem gesicherten Arbeitsplatz in eine ungewisse Zukunft. Trotz den großen Herausforderungen wollte ich diesen neuen Weg gehen und mich verändern.

Damals und Heute

Aus dem Blickwinkel von heute hat damals eine Reise begonnen. Ich konnte in dieser Zeit sehr viel lernen. Außerdem habe ich nicht nur unzählige Gasgeräte vor der Entsorgung gerettet, deren Leben durch eine gute Wartung verlängert, neue Projekte gemeinsam umgesetzt, sondern auch mein Herzensprojekt, das energie & reparatur café, ins Leben gerufen.

Was die Zukunft bringt

Jetzt geht es darum, aus diesen Erfahrungen zu lernen und sie in meine weiteren Vorhaben einfließen zu lassen. Mir ist auf jeden Fall wichtig einen Weg zu finden, meine selbständige und ehrenamtliche Tätigkeit gut zu verbinden, damit beide nicht konkurrieren sondern sich optimal ergänzen. Auch in Zukunft bleibt es spannend für mich. Eines hat sich seit 1996 nicht geändert: Ich möchte die Herausforderungen der Zukunft annehmen, an diesen wachsen und Neues dazulernen.

 

Ich hoffe ihr begleitet mich auf diesem Weg ein Stück.

Euer,

Heinz Tschürtz

 

66,4% des weltweit produzierten Stroms stammte 2015 aus fossilen Energieträgern. Das bedeutet, dass knapp zwei Drittel des gesamten Stroms auf der Erde auf Kohle, Erdöl und Erdgas beruhen.

Dahinter folgen erneuerbare Energien mit 22,8% und Atomenergie mit immerhin noch 10,8%. Von den insgesamt 22,8% erneuerbaren Energien beruhen 16,6% auf Wasserkraft und rund 3% auf Windenergie.

Stromproduktion weltweit | tschürtz services e.U.Quelle: Schiffer Hans-Wilhelm, 2015. Bedeutung der Wasserkraft für die weltweite Stromerzeugung http://www.et-energie-online.de/AktuellesHeft/Topthema/tabid/70/NewsId/1518/Bedeutung-der-Wasserkraft-fur-die-weltweite-Stromerzeugung.aspx

Es hat lange gedauert, aber wie es in dem bekannten Sprichwort so schön heißt: Gut Ding will Weile haben! Der erste Blogbeitrag meines Lebens handelt davon, warum es diesen Blog gibt, was mich bisher davon abgehalten hat, und welche Impulse mich jetzt doch dazu gebracht haben, einen Blog zu starten.

Warum gab es bisher keinen Blog? Meine Hindernisse

Die Idee, einen Blog auf meiner Website einzurichten, hatte ich schon länger. Immer wieder tauchte diese Idee auf und beschäftigte mich lange Zeit. Ich hatte immer das Gefühl, es sei nicht der richtige Zeitpunkt einen Blog zu starten. So ist die Idee vom Blog weiter gereift bis jetzt. Was mir gefehlt hat, war der letzte Anstoß. Es hat mir schlichtweg der Mut gefehlt!

Ein weiterer Punkt, der mich davon abhielt, einen Blog zu beginnen, war, dass ich mich schwer tue beim Schreiben und mich ziemlich anstrengen muss, einen guten Text zu formulieren. Ich lasse mir dabei gerne von anderen Menschen helfen, besonders von meiner Mitarbeiterin Dana, die ein gutes Händchen dafür hat.

Warum dann jetzt? Mein Antrieb

Ich bin einfach mit den Entwicklungen auf dieser Welt unzufrieden und denke, gerade jetzt braucht es Menschen, die mit kleinen oder großen Projekten einen anderen Weg aufzeigen als den gewohnten. Deswegen möchte ich gerne mein Wissen und meine Erfahrungen weitergeben. Mir ist in der Vergangenheit bei verschiedenen Themen und Diskussionen oft passiert, dass ich mir dachte: „Dazu hätte ich auch was zu sagen!“. Leider blieb es bei dem Gedanken.

Ein bisschen geht es auch darum, meine Angst zu überwinden und diese Angst als Antrieb zu nutzen! Ich möchte mehr aus mir herausholen. Mit einem starken Umfeld, das mir dabei hilft.

Was möchte ich mit diesem Blog erreichen?

Das Wichtigste bei einem Blogbeitrag ist mir, dass er für die Leserin oder den Leser nützlich sein sollte. Sie sollten sich ein gutes Bild über den Inhalt machen und im Idealfall auch gleich das Thema oder die Tipps umsetzen können.

Für mich wird immer deutlicher, dass ich mit einem Blog viele Dinge erreichen kann, die ich mir schon länger gewünscht habe. Mit diesem Blog will ich nicht nur mein Unternehmen auf eine neue Ebene bringen oder ihn zum Spaß ausprobieren. Für mich ist ein Blog ein hervorragender Weg, meine Leidenschaft und meine Expertise, mein Wissen und meine Erfahrung mit anderen Menschen zu teilen. Im Idealfall bildet sich eine Community mit ähnlichen Interessen und gleichen Zielen.

Worüber möchte ich schreiben?

Besonders bei der Energieberatung fällt mir immer wieder auf, wie komplex dieses Thema ist. Oft fällt es schwer, die Zusammenhänge zu begreifen. Ein klassisches Beispiel dafür ist der Energieverbrauch: Die meisten Menschen wissen, wie viel Sprit ihr Auto verbraucht. Dagegen wissen wenige Menschen, wie viel Energie sie verbrauchen.

Ich möchte über Themen schreiben, bei denen ich glaube, dass sie für viele Menschen interessant sind. Ich möchte mit meinem Blog Sorgen, Ängste und Schwierigkeiten ansprechen, mit denen die Menschen zu kämpfen haben und ihnen dabei helfen, diese Hindernisse zu überwinden. Energieberater bin ich nicht nur geworden, weil mich das Thema interessiert, sondern weil ich den Menschen helfen will.

Ich möchte Themen behandeln, in denen ich mich gut auskenne, wie zum Beispiel Energiesparen, Energieeffizienz, Solarthermie & Photovoltaik, Autarkie, Reparatur & Wartung, das Leben als Einzelunternehmer und meine Projekte , wie das energie & reparatur café. Ich möchte mich aber auch an Themen heranwagen, in denen ich selbst noch kein Experte bin, und daran lernen.

Das Schlusswort

Ich möchte mit diesem Blogbeitrag auch diejenigen ermutigen, denen der letzte Anstoß fehlt, etwas zu tun, was sie schon lange tun wollten. Meine Erfahrung: Es tut sehr gut, es endlich zu tun!

Ich freue mich auch sehr, wenn ihr mir schreibt, welche Themen für euch dringend sind, und welche Themen euch interessieren würden.

Nun wünsche ich viel Spaß beim Lesen,

euer Heinz

Heinz-Tschuertz

Altes Handwerk neu inszeniert!

Als einer der Gründer des Reparaturnetzwerk bin ich dieser Plattform der Reparaturbetriebe bis heute eng verbunden. Unter dem Motto „Reparieren bringt’s“ versuchen alle Mitgliedsunternehmen, der Reparatur den Vorzug zu geben und nicht vorschnell zum Kauf eines neuen Produkts zu raten. “die umweltberatung” betreut das Netzwerk und informiert, welcher Betrieb den jeweiligen Reparaturwunsch erfüllt.

Ziel des Reparaturnetzwerks

Unsere Motivation war und ist es, die Reparaturdienstleistung zu stärken und eine Alternative zur Wegwerfkultur in der Gesellschaft zu bieten. Durch den Vorzug der Reparatur möchten wir nicht nur die Produktnutzungsdauer verlängern, sondern auch einen Beitrag leisten zur Ressourcenschonung und Abfallvermeidung. Weiters unterstützen die Betriebe die Erhaltung und Schaffung von wichtigen Arbeitsplätzen im Reparaturdienstleistungssektor.

Ergebnis: Netzwerk mit über 80 Reparaturbetrieben

Das Reparaturnetzwerk Wien startete im Jahr 1999 seine Tätigkeit mit 9 Betrieben, mittlerweile arbeiten über 80 Fachbetriebe im Netzwerk zusammen. Durch den täglichen Einsatz der Reparaturbetriebe wird ein wichtiger Beitrag zur Abfallvermeidung und damit zum Umweltschutz geleistet. Alle Betriebe findest du in der Broschüre “Reparieren bringt’s” oder auf der Website!

Mehr Informationen unter   www.reparaturnetzwerk.at

Gemeinsam mehr für den Bezirk erreichen!

2008 ergab sich für mich die Zusammenarbeit mit der Agenda Josefstadt. Mir war es ein Anliegen, in dem Bezirk, in dem ich lebe, mehr Bewusstsein für die Themen Energiesparen und Umweltschutz zu schaffen. Schnell fanden sich 16 Gleichgesinnte und so gründeten wir die  Untergruppe “Energie & Umwelt”. Bereits im zweiten Jahr 2009 konnten wir die Amtshausberatung realisieren.

Die ARGE Energieberatung Wien, welche ich mitgegründet habe, wurde von der Lokalen Agenda 21 mit der Durchführung der Beratungen beauftragt.

Ziel der Amtshausberatungen

Ziel des Projekts „Amtshausberatungen Josefstadt“ war es, die Menschen im Bezirk anzuregen, über ihren Energiekonsum nachzudenken, Sparpotenziale zu entdecken und konkret Energie einzusparen. Finanziert wurden die Beratungen wurden von der Agenda 21, um den JosefstädterInnen diese Hilfestellung kostenlos zu ermöglichen.

Umsetzungen: Jede zweite Woche kostenlose Energieberatung

In den Räumlichkeiten des Amtshauses Josefstadt wurden jede zweite Woche, für jeweils drei Stunden, unabhängige und individuelle Energieberatungen angeboten. In den Beratungsgesprächen wurden grundsätzliche Fragen zu Energiekosten, Verbrauch und möglichen Einsparpotenzialen beantwortet.

Ergebnis des Projekts

Aufgrund der Kommunikationsaktivitäten konnte Begeisterung bzw. Bewusstsein für Klimaschutz und Energiesparen in Wien-Josefstadt geweckt werden.

Ein Projekt für die Zukunft!

SELF bedeutet „Sustainable Energy Consulting for Low-Income and Migrant Families“, also „Nachhaltige Energieberatung für einkommensschwache Haushalte und Familien mit Migrationshintergrund“. Als Teil der ARGE Energieberatung Wien waren wir mit der Projektleitung betraut.

Besonders durch Investitionskosten sind Menschen mit geringem Haushaltseinkommen oft benachteiligt und werden überdurchschnittlich hoch von steigenden Energiekosten belastet. Energieberatung auf Deutsch stellt für Menschen mit Migrationshintergrund eine zusätzliche Hürde da.

Ziele des Projekts: Leid lindern und Menschen helfen

Ziel von SELF war es, Energiesparberatung für einen größeren Teil der Bevölkerung zugänglich zu machen und Ansprechpersonen für Energiefragen in jeder größeren Wohnhausanlage zur Verfügung zu stellen. Das Projekt sollte den Weg zu einer nachhaltigen Energieberatung für Menschen in einkommensschwachen Haushalten und Menschen mit Migrationshintergrund in Wien weisen.

Umsetzung: Energiechecker und Energieberatungen

Dieses Projekt unter der Leitung der ARGE Energieberatung Wien war in zwei Bereiche gegliedert. Dafür wurden sogenannte „Energiechecker“ ausgebildet, die eine professionelle, standardisierte Ausbildung erhielten. Nach dieser Ausbildung sollten die „Energiechecker“ muttersprachliche Energieberatungen vor Ort für die BewohnerInnen einer sozialen Wohnhausanlage durchführen.

Ergebnis: Ein modulares Ausbildungskonzept

Im Rahmen des Projektes wurden Schulungsunterlagen in Form eines modularisierten Ausbildungskonzepts erstellt, die konkret auf Menschen aus einkommensschwachen Haushalten und/oder mit Migrationshintergrund zugeschnitten sind.

Die Kursunterlagen stehen unter diesem Link zum kostenlosen Download zur Verfügung!

Das Projekt SELF wurde aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms „NEUE ENERGIEN 2020“ durchgeführt.

So einfach kann es sein, Energie zu sparen!

Die von mir mitgegründete Agendagruppe „Energie und Umwelt“  zeigt mit diesen Broschüren, wie einfach es ist, Energie zu sparen. Hohe Energiekosten können damit einfach vermieden werden. Energieeffizienz im Haushalt spart Geld und tut der Umwelt gut! Meine Aufgaben waren besonders die Konzepterstellung und das Einbringen des Expertenwissens als Energieberater.

Ziel der Broschüren

Ziel der Broschüren war es, auf einfache und anschauliche Weise über den Energieverbrauch in Privathaushalten aufzuklären. Die Broschüren sollten kurz und unkompliziert Tipps geben und beim Energiesparen helfen – sowohl beim Heizen als auch beim Stromverbrauch.

Ergebnis des Projekts

Im Zuge des Projekts erstellten wir zwei Broschüren: eine zum Thema Heizen und eine zum Thema Strom. Die Broschüren wurden anschließend per Post an alle Haushalte im 8. Bezirk versandt. Finanziert wurde sie von der Agenda Josefstadt.

Sieh dir die Broschüren hier als PDF an oder lade sie gleich herunter.

Auch in Österreich gibt es Energiearmut!

Durch das Pilotprojekt gegen Energiearmut wurde es 58 einkommensschwachen Haushalten ermöglicht, kostenlose Energieberatung in Anspruch zu nehmen. Viele dieser Haushalte konnten es sich nicht leisten, ihre Wohnungen ausreichend zu beheizen. Ich arbeitete als Energieberater der ARGE Energieberatung Wien und später auch im Rahmen von tschürtz services an diesem Projekt mit, weil ich den Haushalten helfen wollte, unnötige Kosten zu senken und damit mehr Geld zur Verfügung zu haben.

Das Projekt war eine Zusammenarbeit von Caritas, E-Control und ARGE Energieberatung Wien. Die ARGE Energieberatung Wien führte die Beratungen durch und war auch an der Planung des Projekts beteiligt, finanziert wurde das Projekt von der E-Control.

Ziel der Caritas & ARGE Energieberatung Wien: Entlastung

Ziel des Projekts war die finanzielle Entlastung sozial schwacher Haushalte, die zu 88% Schwierigkeiten hatten, ihre Energiekosten zu decken. Dieses Ziel wurde durch eine kostenlose Energieberatung sowie – wenn notwendig – den Austausch von defekten Geräten erreicht.

Ergebnis des Projekts: Bis zu 25% Energieeinsparungspotenzial

Insgesamt konnten die Energieberater mögliche Einsparpotenziale von bis zu 25% aufdecken. Jeder am Projekt beteiligte Haushalt konnte seine Energiekosten damit um bis zu 430 Euro im Jahr reduzieren und den Anteil der Energiekosten an den Haushaltsausgaben von 14,4% auf knapp 11% senken.

Diese Einsparungen konnten allein durch eine Änderung des Nutzerverhaltens umgesetzt werden